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Jahreshauptversammlung am 28. November 2003 RZ Nr. 281, Donnerstag, 04. Dezember 2003 Neue Zeitzeugen erzählen, wie es wirklich war Kempenich im „Dritten Reich“: Heimatfreunde haben Großes vor – 2005 bringen sie ein neues Buch heraus – Seit Monaten wird fleißig recherchiert – Treff am 9. Dezember Die Heimatfreunde Kempenich haben Großes im Visier: 2005, also 60 Jahre nach Endes des Zweiten Weltkrieges, wollen sie ein Buch veröffentlichen, das sich mit der Zeit des „Dritten Reiches“ in Kempenich beschäftigt. Kempenich. Seit vielen Monaten wird fleißig recherchiert, werden Chroniken gewälzt, wird mit Zeitzeugen gesprochen. Letzteres wird in naher Zukunft forciert. So jedenfalls beschlossen es die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung. „Es muss stimmen, was wir zu Papier bringen“, fordert Erich Gross. „Das Dritte Reich und Kempenich“ so lautet der Arbeitstitel des Buches, dass sich mit dem dunkelsten Kapital deutscher Geschichte beschäftigt. „Daher müssen wir noch mehr als bisher Männer und auch Frauen zu Wort kommen lassen, die die Zeit zwischen 1930 und 1950 mit erlebt haben und aus ihrer Erinnerung heraus wertvolle Informationen liefern oder bereits Niedergeschriebenes bestätigen können.“ Unter Zeitdruck setzen lassen will man sich aber nicht. „ Die Qualität des Buches darf nicht leiden, nur weil es früher auf dem Markt sein soll“, so Vorsitzender Oliver Schüller. Am 9. Dezember ist der nächste Treff geplant – mit Zeugen, die bisher noch nicht zu Wort kamen. Die finanzielle Basis für die nächste große Publikation ist vorhanden, der 30 Mitglieder zählende Verein besitzt ein genügend dickes Polster, um diese Herausforderung zu schultern. Neben den Rücklagen verfügt der Verein noch über Buchbestände. Von der Chronik „Zwischen Hoher Acht und Laacher See“ sind noch 81 Exemplare vorhanden, vom Bildband II immerhin noch 220. Die Heimatfreunde treten in der Regel nicht groß in Erscheinung. Sie arbeiten zumeist im Hintergrund. Schüller rief in seinem Jahresbericht einige Höhepunkte in Erinnerung. So die Dauerausstellung anlässlich der 100-Jahrfeier der Schwestern vom Heiligen Geist mit Reproduktionen alter Fotos; den Ankauf eines Buches, das zum 90. Geburtstag, des ehemaligen Bürgermeister Arens (1912) herausgegeben wurde und ein Ausflug ins Friedensmuseum „Brücke von Remagen“. Für die Restaurierung des Epitaphs Schilling von Lahnstein in der Pfarrkirche soll demnächst ein Spendenkonto eingerichtet werden. Derzeit verfügt man über den von den Heimatfreunden bereitgestellten Betrag von 2.560 Euro, einen Zuschuss aus dem Erlös des Dorffestes über 670 Euro und die Zusage des Bistums, 25 Prozent der Kosten zu übernehmen. „Die Hälfte der Kosten ist damit bereits gedeckt“, so Schüller. „Und das ohne Werbung.“ Die Fertigstellung ist für 2008 vorgesehen, hundert Jahre nach der Einweihung der neuen, erweiterten Pfarrkirche. Weitere ehrgeizige Ziele setzt sich der Verein für das kommende Jahr. So soll der Josefs-Bildstock, für den nun ein neuer Standort an der Ecke Beunstraße /Kirchberg gefunden wurde, wieder aufgestellt werden. Am 28. März jährt sich zum 150. Mal der Tag, an dem halb Kempenich einem Großbrand zum Opfer fiel. Dieses Ereignis will der Kempenicher Heimatverein medienwirksam in Erinnerung rufen. Mehrfach wurde das Kreuz am Burgberg in der Vergangenheit demoliert. In der Hoffnung, dass der nächste Standort sicherer ist, ist die Aufstellung am alten Standort, allerdings mit einem stählernen Rückhalt, geplant. Als Ziele für Vereinsausflüge sind ins Auge gefasst: Mühlen in Weibern und Morswiesen sowie die Römersiedlung in Fließem bei Bitburg.
Besichtigung der Kirche in Wehr am 25.10.2003
Besichtigung des Friedendenkmals "Remagener Brücke" am 18.04.2003
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